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Geschichtliches

Langenselbold blickt 2008 auf eine 900 jährige Geschichte zurück, die mit der Gründung des "Klosters Selbold" begann. Vor 25 Jahren wurden der  Gemeinde die Stadtrechte verliehen.

1108 datiert die erste urkundliche Erwähnung des nachweislich noch viel älteren Ortes "Selbold".

(Die ältesten Funde aus der Mittelneusteinzeit um 4800 bis 4600 vor Christi fand man im Langenselbolder Boden im Jahr 1974. Im Bestand des Langenselbolder Heimatmuseums befinden sich Beile aus der Jungsteinzeit vom Rödelberg, einem Waldstück zwischen Langenselbold und Ronneburg, die Scherben und Knochen sowie die Überreste von Häusern aus der mittleren Bronzezeit, die im Gebiet Steinbeile ausgegraben wurden. Am Kinzigsee wurden bei Ausgrabungen eine große Graburne aus der späten Bronzezeit gefunden die ebenfalls im Besitz des Heimatmuseums ist. 1952 fand man, bei Rohrverlegungsarbeiten in der Mühlgasse, das gut erhaltende Skelett eines wohlhabenden Mannes um 500 nach Christus.)

Graf Dietmar von Selbold erhielt 1108 durch Papst Paschalis II. die „Genehmigung zur Errichtung eines Chorherrenstift (Kloster)“, das zunächst den Regeln des hl. Augustinus ausgerichtet war, später nach den noch strengeren Regeln der Prämonstratenser. Im Volksmund wurden die Prämonstratenser wegen ihrer Kleidung auch die „Weißen Brüder“ genannt.

1343 war das auf dem Selbolder Klosterberg errichtete Kloster auf dem Höhepunkt seiner Macht und wurde zur Abtei erhoben. Zum damals mächtigen Kloster Selbold gehörten zwei Tochterklöster, die bekannte Marienkirche im nahen Gelnhausen sowie weitere Kirchen und Kapellen im Kinzigtal. In der nahen Umgebung hatte das Kloster landwirtschaftliche Musterhöfe angelegt, wie z. B. den Baumwieserhof und den Bruderdiebacherhof, die es heute noch gibt.

1543 wurde die Abtei nach dem Niedergang durch den Bauernkrieg und die Reformation aufgelöst. Aus den Steinen der Klosterruine ließ Graf Wolfgang Ernst III. von Isenburg-Birstein, Mitte des 18. Jahrhunderts durch den Barockbaumeister Christian Hermann, das Langenselbolder Schloss auf dem Klosterberg errichten.

Als einzige Erinnerung an das vormals mächtige Kloster existiert in Langenselbold nur noch die Grabplatte des letzten Abtes, Johannes Antel von Crotzenburg, der von 1505 -1511 als Abt im Kloster Selbold regierte. Die Grabplatte wurde in eine Außenmauer der Rentei des Schlosses eingelassen (Bild unten).

Verein für Geschichte und Heimatkunde e. V.

Homepage der Stadt Langenselbold

Grabplatte von Abt Johannes Antel von Crotzenburg
Bronzemönch im Schlosspark, gestiftet von Bürgern und Unternehmen zur 900-Jahr-Feier
Stiftertafel